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Um noch kältere
Kühlmischungen zu erhalten, wie sie z. B. bei Vakuumdestillationen
benötigt werden, verwendet man das als Trockeneis bezeichnete
feste Kohlenstoffdioxid (CO2). Es geht bei -78,5°C
vom festen unmittelbar in den gasförmigen Zustand über
(Sublimation). Die dazu benötigte Energie entzieht es
organischen Lösemitteln, wenn es mit ihnen gemischt wird
und kühlt sie dadurch ab.
Arbeitsanweisung:
In einem 400-mL-Becherglas legt man 100 mL Ethanol oder Aceton
vor. Dabei gibt man unter ständigem Rühren mit einem
kräftigen Glasstab vorher zerkleinertes Trockeneis langsam
zu. Anfangs wallt das Lösemittel bei jeder Zugabe von
Trockeneis auf, weil gasförmiges CO2 entweicht.
Von Zeit zu Zeit mißt man mit einem Tieftemperaturthermometer
die schon erreichte Temperatur. Wenn sie nicht mehr sinkt,
ist die Kältemischung hergestellt.
Hinweise zur Arbeitssicherheit:
Ethanol- und Acetondämpfe sind leicht entzündlich
und gesundheitsschädigend. Kältemischungen mit diesen
Lösemitteln werden daher unter dem Abzug und nicht in
der Nähe einer offenen Flamme hergestellt. Das Trockeneis
darf die Haut nicht berühren, da es wegen seiner tiefen
Temperatur zu Verletzungen ähnlich Brandblasen führt.
Größere Stücke handhabt man mit der Tiegelzange,
kleinere mit einem Hornlöffel.
Ergebnisse:
100 mL Ethanol und Trockeneis ergeben -76°C.
100 mL Aceton und Trockeneis ergeben -78°C.
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