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INFO:
Die Sublimation ist der unmittelbare Phasenübergang
eines festen Stoffes in die Gasphase, ohne vorher flüssig
zu werden. Der umgekehrte Vorgang, die direkte Verfestigung der
Gasphase, ist die Resublimation. Bekannte Beispiele für sublimierende
Stoffe sind Trockeneis und lod. Auch Schnee und Eis sublimieren.
Nasse Wäsche trocknet deshalb auch bei Frost. Die Sublimation
ist eines der besten Trennverfahren und wird daher bei der Darstellung
besonders reiner Stoffe verwendet, sofern diese sublimieren. Sie
ist wesentlich wirkungsvoller als das Umkristallisieren. Auch Stoffe,
die sich bei Schmelztemperatur zersetzen, können oft durch
Sublimation bzw. Vakuumsublimation gereinigt werden.
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Sublimationsapparate: |
Das Prinzip aller
Sublimationsapparate besteht darin, den zu reinigenden Stoff in
einem Teil der Apparatur zu erwärmen und im kälteren Teil
abzuscheiden. Zur Reinigung kleiner Stoffportionen benutzt man zwei
Uhrgläser mit geschliffenem Rand. In das eine gibt man die
Substanz und deckt sie mit durchlöchertern Filterpapier zu.
Das zweite Uhrglas wird mit der Öffnung nach unten auf das
erste gelegt. Nach schwacher Erwärmung auf dem Sandbad schlägt
sich die Substanz an der Innenseite des oberen Uhrglases nieder
und kann nach seinem Erkalten mit einem Spatel abgekratzt werden.
Für größere
Substanzmengen eignet sich die in Abb.1 dargestellte Apparatur:
(A Weithalsrundkolben, B doppelt durchbohrter Stopfen, C Reagenzglas,
D Substanz, E Brenner, F Entlüftungsrohr, G Wasserkühlung)
Die im Reagenzglas erhitzte Substanz sublimiert an die gekühlten
Wände des Rundkolbens.
Für Stoffe
mit einer Sublimationstemperatur unterhalb von 200°C ist
folgende Apparatur sehr nützlich (Abb.2; A Kolben mit Substanz,
B Kühlfinger, C Wassereinlauf, D Wasserablauf, E Vakuumanschluß,
F Heizbad). Mit dem Heizbad wird die Substanz langsam und gleichmäßig
erhitzt. Sie scheidet sich am Kühlfinger ab, von dem sie mit
einem Spatel abgestrichen wird.
Die genannten Apparaturen
können mit leichten Abänderungen für die Vakuumsublimation
verwendet werden. Für höhere Sublimationstemperaturen
dient eine Apparatur nach Abb.3 (A schwerschmelzbares, einseitig
abgeschlossenes Glasrohr, B Schiffchen mit Substanz, C Vakuumanschluß,
D Wasserkühlung, E Heizschrank). Während des Aufheizens
der Substanz wird evakuiert, so daß sich die Sublimationstemperatur
erniedrigt und die Substanz geschont wird.

In der
Betriebstechnik werden weiträumige Sublimationsapparate verwendet
(Abb.4; 1 Heizkammer, 2 Wärme, 3 Vorlage, 4 Vakuumanschluß,
5 Deckel), damit die Rohrleitungen nicht wegen der großen
Substanzmengen verstopft werden. Heizkammer und Vorlage sind meist
direkt miteinander verbunden.

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