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Gummibärchen im flammenden Inferno
 
 
 
  Versuch Nr.011
Bewertung / Schwierigkeitsgrad:

Zeitaufwand: 15 Minuten
 
   
 

 
 
 
 

Ziel:
Man wirft ein normales Gummibärchen in eine Kaliumchlorat-Schmelze. Ein helles Glühen sowie ein lautes Brummen setzt ein und löst das Bärchen in einer spektakulären Reaktion auf.

 

 
 

Geräte:
Großes Reagenzglas, Stativ mit Klemme, Schüssel mit Löschsand, Bunsenbrenner, Schutzscheibe, Schutzbrille, Schutzhandschuhe

 

 
 

Chemikalien:
15g Kaliumchlorat, Gummibärchen

 

 
 

Sicherheitshinweise:
Achtung: Die Reaktion muss hinter einem Schutzschild in einem Abzug erfolgen!

In der Nähe des Versuchs dürfen sich keine brennbaren Stoffe befinden, und die Unterlage muss feuerfest sein. Kaluimchlorat ist ein sehr starkes Oxidationsmittel; die meisten organischen Stoffe werden unter Feuererscheinung oder explosionsartig zersetzt.

Kaliumchlorat (KClO3): O,Xn R9-20/22 S13-16-27
Gummibärchen (???): keine Gefahr beim Verschlucken :-)

O Xn

 

 
 

Einverständniserklärung:
Hiermit erklären Sie sich bereit den folgenden Versuch unter
eigener Verantwortung und nur mit ausreichendem chemischen Wissen und geeigneten Schutzvorrichtungen durchzuführen!
Der Autor kann für jegliche Personen- und Sachschäden durch mögliche Fehlversuche nicht haftbar gemacht werden. (siehe Sicherheitscheck bzw. Disclaimer)

 
 

 

 
 

Versuchsanleitung: Taschenrechner
15g Kaliumchlorat werden mit einem Bunsenbrenner in einem großen Reagenzglas vorsichtig(!) geschmolzen. Anschließend lässt man ein Gummibärchen in die Kaliumchloratschmelze fallen. Die Reaktion beginnt sofort. Das Gummibärchen verbrennt unter intensivem Aufglühen, tanzt auf der Salzschmelze und erzeugt ein merkliches Geräusch (Brummen,Rauschen!)

Vorsicht: Häufig ist die Reaktion so heftig, dass ein Teil des Kaliumchlorats mit dem entstehenden Kohlendioxid und Wasser hinausgeschleudert wird. Daher sollte das Reagenzglas leicht schräg eingespannt und nicht auf die Beobachter gerichtet werden!

Video:

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Entsorgung: (siehe auch Entsorgungsmaßnahmen)
Kaliumchlorat wird mit Salzsäure verkocht und anschließend mit einer Base (NaOH) neutralisiert. Das neutralisierte Produkt kann in den Abguß geschüttet werden.

 

 
 

Erklärung / Hintergrund:
Es ist anzunehmen, dass beim Versuch mit dem Gummibärchen bei der Temperatur des geschmolzenen Kaliumchlorats, Wasser aus der Gummibärchenmasse freigesetzt wird und mit dem Kaliumchlorat zu Chlorsäure reagiert. Diese leitet dann die Verbrennung der Zucker (Saccharose, Glucose, Fructose) im Gummibärchen ein.

Desweiteren disproportioniert Kaliumchlorat ab 400°C zu Kaliumchlorid und Kaliumperchlorat, welches dann selbst sehr rasch in Sauerstoff und Kaliumchlorid zerfällt.

Dabei wird die Gelantine im Gummibärchen unter Feuererscheinung zu CO2 und Wasser oxidiert. Das Brummen und Rauschen entsteht durch die bei der Verbrennung entstehenden Gase, die das Bärchen immer wieder mit sich reißen.

 

 
 

Sonstiges:
Die Sicherheitsvorkehrungen müssen unbedingt beachtet werden!
Mit dem Versuch lässt sich sehr anschaulich demonstrieren, dass Chlorsäure-Gemische leicht oxidierbarer Stoffe (hier eine Saccharose-Kaliumchlorat-Mischung) spotan zur Entzündung und zu einer beeindruckenden exothermen Reaktion gebracht werden können.

 

 
 

Links:
Gummibaeren-Forschung.de Tiefe Einblicke in die Welt der Gummibärchen ;-)
Haribo.de die Erschaffer des süßesten Bären der Welt
Rezept für Gummibärchen: jetzt kann sich jeder selbst seine eigenen Bärchen machen
Naschig.de: Gummibärchen online bestellen

Kaliumchlorat: Eigenschaften, Herstellung, Verwendung
Sauerstoffhaltige Säuren des Chlors: Herstellung, Strukturen und Eigenschaften (Uni Bayreuth)
Betriebsanweisung Kaliumchlorat: von der Uni Würzburg

 

 



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