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Klebstoffe selbst hergestellt (Metallkleber) |
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Versuch
Nr.028
Bewertung / Schwierigkeitsgrad:  
Zeitaufwand: wenige Minuten |
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Achtung 
Doppelversuch! siehe auch Versuch Nr.027
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Ziel:
Der Versuch befaßt sich mit der Herstellung eines
Glyptal-Harzes. Dieses kann zum Verkleben von Metallen genutzt werden.
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Geräte:
100 ml-Weithals-Erlenmeyerkolben, Feuerzeug, langer
Glasstab, Handschuhe, Dreibein, Asbestnetz, Becherglas, Teclubrenner,
Tiegelzange, 50 ml-Becherglas, Pinsel, Holz
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Chemikalien:
Glycerin, Phthalsäureanhydrid, Aceton (Lösungsmittel)
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Sicherheitshinweise:
Glycerin (C3H8O3): ---
Phthalsäureanhydrid (C8H4O3):
Xn R 22-37/38-41-42/43
S 23.2-24/25-26-37/39-46
Aceton (CH3COCH3):F,Xi
R11-36-66-67 S9-16-26
F Xn
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Einverständniserklärung:
Hiermit erklären Sie sich bereit den folgenden Versuch unter
eigener Verantwortung
und nur mit ausreichendem chemischen Wissen und geeigneten Schutzvorrichtungen
durchzuführen!
Der Autor kann für jegliche Personen- und Sachschäden
durch mögliche Fehlversuche nicht haftbar gemacht werden. (siehe
Sicherheitscheck bzw. Disclaimer) |
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Versuchsanleitung: 
In einem 100 ml-Weithals-Erlenmeyerkolben gibt man zu
4,6 g Glycerin 7,5 g Phthalsäureanhydrid und mischt diese gut
durch. Nun erhitzt man mit dem Brenner (nicht auf voll aufdrehen
- geradeso zwischen blauer und gelber Flamme) auf ca. 250 bis 280
°C, dann setzt die Reaktion unter Rauchbildung und Bildung von
weißen Nadeln am oberen Rand des Gefäßes ein. Das
Ende der Reaktion erkennt man daran, daß nur noch wenig Blasen
aufsteigen und die Flüssigkeit viskoser wird (nicht zu lange
warten, da sonst das Harz schon fest wird). Kurz vor Ende des Erkaltens
muß man das Lösungsmittel Aceton zugeben, da das Harz
sich sonst zu schnell verfestigt und man es nicht mehr aus dem Gefäß
bekommt. Man darf das Aceton aber auch nicht zu früh zugeben,
da es sonst schlagartig verdampft.
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Entsorgung:
(siehe auch Entsorgungsmaßnahmen)
Das Produkt kann in den Restmüllbehälter gegeben
werden. |
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Erklärung
/ Hintergrund:
Klebeeigenschaften:
Styropor:sehr gut; Holz:mäßig; Sperrholz:gut; Glas:sehr
gut; Pappe:schlecht; Kunststoff:schlecht


Die Hydroxid-Gruppe des Glycerins greift das C-Atom des Anhydrids
nucleophil an. Es bildet sich ein Zwischenprodukt aus. Durch die
Spaltung einer Kohlenstoff-Sauerstoff-Bindung wird der Ring aufgebrochen.
Im nächsten Schritt wandert das Proton an die Carboxylat-Gruppe.
Es entsteht ein Phthalsäuremonoester, welcher noch weiter verestert
wird. Durch Polykondensation, d.h. unter Abspaltung von Wasser und
weiterem Verbrauch von Phthalsäureanhydrid entsteht ein Polyesterharz,
das sog. Glypthalharz. Dieses bildet lineare Ketten, kann aber bei
einem Überschuß von Phthalsäureanhydrid auch dreidimensional
vernetzte Gebilde ergeben.
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Sonstiges:
Definition für Klebstoffe (DIN 16920):
"Klebstoff ist ein nichtmetallischer Werkstoff, der Körper
durch Oberflächenhaftung (Adhäsion) und innere Festigkeit
(Kohäsion) verbinden kann, ohne daß sich das Gefüge
und der Körper wesentlich verändern."
Links:
Klebstoffe.com:Industrieverband
Klebstoffe e.V.
Klebstoffe
erklärt : (Didaktik der Chemie Bayreuth) Welche Klebstoffe
gibt es und wie funktionieren sie.
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