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Silbertaler und Golddukaten |
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Versuch
Nr.014
Bewertung / Schwierigkeitsgrad:  
Zeitaufwand: wenige Minuten |
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Ziel:
Zuerst überzieht man eine Münze mit einem silbernen
Überzug, der danach über der Bunsenflamme sich in einen
goldenen Glanz verwandelt.
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Geräte:
1 Becherglas (100 ml), Messzylinder (100 ml), Dreifuss
mit Keramiknetz, Tiegelzange, Poliertuch
Bunsenbrenner, Glasstab, Porzelanschale, Kupfermünzen (Ein-
und Zweipfennigstücke),
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Chemikalien:
Konz. Natronlauge (4 M), Zinkpulver, destilliertes Wasser
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Sicherheitshinweise:
Konz. Natronlauge (NaOH): C
R35 S26-36/37/39-45
Zinkpulver (Zn): R10-15 S7/8-43.3
C
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Einverständniserklärung:
Hiermit erklären Sie sich bereit den folgenden Versuch unter
eigener Verantwortung
und nur mit ausreichendem chemischen Wissen und geeigneten Schutzvorrichtungen
durchzuführen!
Der Autor kann für jegliche Personen- und Sachschäden
durch mögliche Fehlversuche nicht haftbar gemacht werden. (siehe
Sicherheitscheck bzw. Disclaimer) |
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Versuchsanleitung: 
Man mischt in einem Becherglas 25 g Zinkstaub mit 50
ml 4 M Natronlauge in einer Porzelanschale. Unter gutem Rühren
erhitzt man das Gemisch bis zum Sieden und gibt dann unter fortgesetztem
Rühren die Kupfermünzen zu. Nach 20 bis 40 Sekunden kann
man den silbernen Überzug erkennen.
Mit der Tiegelzange holen wir vorsichtig die Münzen aus der
Porzelanschale und tauchen sie in ein mit destilliertem Wasser gefüllten
Becherglas. Mittels Poliertuch reiben wir die Münzen trocken,
die jetzt mit einer silbern glänzenden Schicht überzogen
sind.
Diese "Silbertaler" ziehen wir nun mit der Tiegelzange
durch die heiße, nichtleuchtende Bunsenflamme bis die Schicht
auf der Münze einen güldenen Glanz angenommen hat.
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Entsorgung:
(siehe auch Entsorgungsmaßnahmen)
Zn/NaOH-Suspension abkühlen lassen, Zn-Pulver abfiltrieren
(kann nach Trocknung wiederverwendet werden), NaOH mit verdünnter
Säure neutralisieren und mit viel Wasser in die Kanalisation
spülen.
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Erklärung
/ Hintergrund:
Verzinkung: Der auf den Kupfermünzen
entstanden silberne Überzug besteht aus einer dünnen,
fest- haftenden Zinkschicht.

Das Zink entlädt
sich an der Kupferoberfläche und scheidet sich am Geldstück
als dünne Schicht ab. Weiteres Zink, das Kontakt zum Kupfer
hat, geht aus der Suspension in Lösung.

Die dabei freiwerdenden
Elektronen fließen zum Kupfer. Kupfer und Zink besitzen ein
gemeinsames Potential. Da speziell in der Siedehitze die Potential
bestimmenden Reaktionen im Sinne eines dynamischen Gleichgewichtes
ablaufen und die Potentiale von Kupfer und Zink gleich groß
sind, scheidet sich auf der Kupferoberfläche Zink gemäß
Gleichung b) ab.
Messing-Legierung:
Die Bildung der Legierung in der Bunsenflamme ist darauf zurückzuführen,
dass bei 600 °C - also schon weit unter dem Schmelzpunkt von
Kupfer (~ 1083 °C) - die kinetische Energie der Atome beider
Metalle bereits so groß ist, dass diese in das jeweils andere
Metallgitter einzudiffundieren vermögen und so die Legierungsbildung
ermöglichen.
Definition von Messing: Unter Messing versteht man eine binäre
Kupfer-Zink-Legierung. Die Messingfarbe ist vom Zinkgehalt abhängig
und variiert zwischen rotgelb (>18 %) und goldgelb (20-40 %).
Der Kupfergehalt beträgt in der Regel über 55 %.
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